Drei Sachen, die selten in einer Person zusammenkommen. Das Coaching habe ich über zwölf Monate gelernt, die KI mir über Monate selbst beigebracht, und geführt habe ich fünfzehn Jahre lang, bevor ich mit dem einen wie dem anderen angefangen habe.
Ich nutze KI jeden Tag für mein eigenes Geschäft. Bei mir läuft ein kleiner Rechner rund um die Uhr. Zwischen eins und halb sechs nachts arbeiten zwölf Prozesse einen Stapel Aufgaben ab, die vorher liegen geblieben sind. Um kurz nach drei sichert sich das System selbst, um vier entsteht meine Tagesnotiz aus den Kalendern, um halb fünf sucht ein Radar vierzig Nachrichtenquellen durch. Morgens steht alles auf einer Seite.
2.730 PDFs liegen durchsuchbar auf demselben Rechner. Ich frage per Handy und bekomme die Antwort mit Quelle und Seitenzahl. Das Wissen war vorher auch da. Nur kam niemand ran.
Für die Einsatzberichte in meinem Hauptberuf habe ich einen Assistenten gebaut. Im Test hat er zwölf von zwölf Pflichtangaben getroffen. Ohne ihn waren es fünf.
Worauf es mir dabei ankommt, ist das Wort Betrieb. Das läuft jeden Tag, ohne dass ich morgens etwas starte, und ich prüfe nach, ob es noch tut was es soll.
Wer nur auf Fehlermeldungen wartet, merkt es zuletzt. Drei Werkzeuge habe ich gefunden, die Erfolg gemeldet haben und trotzdem nichts taugten. Eins habe ich abgeschaltet, bei zweien das Verfahren geändert.
Die KI weiß inzwischen auch, wie ich arbeite. Meine Projekte, meine Sprache, was ich schon entschieden habe. Der Unterschied zu einem frisch geöffneten Chatfenster ist ungefähr der zwischen einem Leiharbeiter am ersten Tag und einem Kollegen, der seit zwei Jahren da ist. Beide können dasselbe. Nur einer weiß, wie es hier läuft. Dafür habe ich Monate gebraucht.
Mein Nachrichten-Radar liest jede Nacht vierzig Quellen. Zwölf Tage lang war seine Ausgabe unbrauchbar. Meine eigene Fehlerbehandlung hatte das verdeckt. Heute meldet sie sich.
Ganzen Bericht lesen → Warum ich in den Ordner geschaut habeDas Backup meldete „Wiederherstellung vollständig". Ich habe trotzdem nachgesehen. Der Ordner war leer. Daraus ist die Regel geworden, nach der alle meine Prozesse arbeiten.
Ganzen Bericht lesen → Die Frage, die alles entscheidetEin Werkzeug, das jeden Sonntag fünf Stunden rechnete. Ich habe nachgemessen, was es bringt, und es ausgebaut, obwohl Arbeit und Stolz drinhingen.
Ganzen Bericht lesen →Fünf Jahre eine Geschäftsstelle mit acht Leuten in der Finanzberatung, davor und danach über zehn Jahre Teamleitung und Schulung in Gastronomie und Eventservice. Da lernt man Führung ohne Weisungsbefugnis, weil einem sonst niemand folgt.
Das ist der Grund, warum ich verstehe, was eine Führungskraft gerade aushält. Nach oben Fortschritt melden, nach unten Sicherheit geben, und beides über eine Sache, bei der man selbst nicht sicher ist. Das kenne ich nicht aus einem Seminar.
Meine Coaching-Ausbildung habe ich danach bei Anja Mumm im Kompetenzzentrum Coaching München gemacht. Über zwölf Monate, mehr als 250 Stunden Präsenzunterricht, mit Rollenkonzepten, Selbstkompetenz und Einblicken in Unternehmens- und Organisationsstrukturen. Zertifiziert ist die Ausbildung durch DCV und IOBC.
Und noch eine Sache, die hierher gehört: Ich bin Legastheniker. Gedanken hatte ich immer genug, veröffentlicht habe ich nie etwas davon. Bei jedem Text saß die Sorge mit, dass Fehler drinstehen, die ich selbst nicht sehe. Eine Website hatte ich deshalb nie, LinkedIn-Posts auch nicht. Dafür hätte ich jemanden gebraucht, der jedes Mal gegenliest, und den fragt man nicht dreimal die Woche.
Heute macht das die KI. Wenn ich sage, dass ein Werkzeug etwas verändern kann, dann weil ich es an mir selbst gesehen habe.
„Was ich gut kann: zuhören. Und Fragen stellen, die einen anderen Blickwinkel auf ein Problem aufmachen."
30 Minuten, kostenlos. Ohne Unterlagen, ohne Vorbereitung.